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Aufruf

 

 

SCHLAU Siegen

 

Aus aktuellem Anlass rufen wir zur #Kundgebung in #Siegen auf.

Queerfeindlichkeit darf nicht einfach so hingenommen werden.

Queere Rechte sind Menschenrechte!

LGBTI-feindliche Gewalt

Artikel Queer.DE

 

"Wollen wir es der Schwuchtel mal so richtig zeigen"

In der Nähe seiner Wohnung in Siegen wurde Roland Wiegel, Sprecher bei SCHLAU NRW, am Freitagabend von einer Gruppe Jugendlicher schwulenfeindlich beleidigt und brutal zusammengeschlagen.

In Siegen kam es am Freitagabend zu einem brutalen Angriff auf einen queeren Aktivisten. Roland Wiegel, Sprecher beim Schulaufklärungsprojekt SCHLAU NRW, parkte gegen 20.30 Uhr in der Nähe seiner Wohnung am Haardter Berg, als er von einer Gruppe von sechs bis sieben Jugendlichen, die Alkohol tranken und laut Musik hörten, angepöbelt wurde. "Auf die ersten Pöbeleien habe ich nicht reagiert. Erst als gesagt wurde 'Dann verpiss dich doch, du Schwuchtel" bin ich zurück gegangen und habe die Jugendlichen zur Rede stellen wollen", erklärte der Student gegenüber queer.de.

Dann eskalierte die Situation: "Sie stürmten direkt auf mich zu, und aus Reflex schubste ich sie zurück. Dann wurde mir schon ins Gesicht geschlagen", so Wiegel. "Am Boden hörte ich, wie sich über mich lustig machten: 'Die Schwuchtel hält nur einen Schlag aus', 'Wollen wir es der Schwuchtel mal so richtig zeigen?'." Nur durch das Eingreifen einer Passantin, die die Polizei und einen Krankenwagen rief, konnte Schlimmeres verhindert werden. Die Jugendlichen flüchteten. "Einige Nachbar*innen kamen hinzu und halfen mir", berichtete iegel. Ein älterer Mann habe allerdings zu ihm gemeint, er hätte die Prügel verdient.

Leichte Gehirnerschütterung und gerissene Lippe

Von der Polizei wurde der SCHLAU-Aktivist nach seiner Vernehmung in ein weit entferntes Krankenhaus gefahren, wo er ambulant behandelt wurde. Wiegel erlitt bei der Attacke neben mehreren blauen Flecken eine leichte Gehirnerschütterung und eine tief gerissene Lippe, die mit sieben Stichen genäht werden musste.

Mit dem Bus fuhr er schließlich gegen 22 Uhr nach Hause. "An meiner Haltestelle bemerkte ich, wie große Angst ich hatte heimzugehen, denn schließlich ist das in Sichtweite meiner Haustür passiert", sagte Wiegel gegenüber queer.de. "Ich musste eine Passantin fragen, ob sie mich begleitet, da ich allein zu große Angst hatte, dass die Jugendlichen noch in der Nähe sind."

Die Jugendlichen waren noch immer vor Ort

Sein Verdacht sollte sich bestätigen. "Die Jugendlichen waren weiterhin lautstark zu hören, jedoch an der Rückseite des Gebäudes", berichtete Wiegel. "Ich rief den Notruf, da ich die Jugendlichen wiedererkannte. Über zehn Minuten lang kam kein Polizeiwagen, die Jugendlichen gingen woanders hin." Er habe aus Entfernung einige Fotos machen können. Nachbar*innen hätten ihm bestätigt, "dass diese Gruppe öfter in der Gegend ist und durch rassistische, sexistische und homophobe Wortklauberei auffällt".

Die LGBTI-feindliche Attacke machte Wiegel auch auf seiner Facebookseite öffentlich. "Es gibt Gründe gegen Homophobie zu kämpfen, doch heute gebe ich euch einen weiteren, persönlichen Grund", schrieb er am Freitagabend in einem Post und berichtete von dem Vorfall in der Nähe seiner Wohnung. "Bleibende physische Schäden werden wohl nicht bleiben, was bleibt ist die grausame Erinnerung. Wenn nicht für irgendwen, dann kämpft wenigstens für mich." (mize)

Es gibt Gründe gegen Homophobie zu kämpfen, doch heute gebe ich euch einen weiteren, persönlichen Grund.
Ich wurde heute von einer Gruppe jugendlicher Angegriffen und Beleidigt.
Ich war zwischenzeitlich im Krankenhaus und ein Stück Lippe wurde wieder so befestigt, dass es nach Gesicht aussieht.
Bleibende physische Schäden werden wohl nicht bleiben, was bleibt ist die grausame Erinnerung.
Wenn nicht für irgendwen, dann kämpft wenigstens für mich.
 

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DIE LINKE schmeckt besser Aktion

Hier das Aktions Video von DIE LINKE schmeckt besser am letzten Freitag 28.8.2020

 

Zum Video

Presse Bericht WP 26.08.202

Gabriele Granrath fordert mehr Menschlichkeit.

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