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Leserbrief zum Thema "Schulpolitik kein Thema für die Gerichtssäle"

WR vom 25. Juni 2011

Dass sich die CDU an Gesprächen über die Gemeinschaftsschule nicht beteiligt hat, liegt wohl kaum an der LINKEN, schließlich hat die CDU auch an anderen Gesprächen teilgenommen, an denen DIE LINKE mit am Tisch saß (z. B. über die WestLB).  Es scheint jedoch so zu sein, dass die CDU im Grunde an einem Konsens gar nicht interessiert ist. Herr Kruse macht dies deutlich, in dem er darauf hinweist, dass in unserer Region ein differenziertes Schulangebot langfristig gewährleistet werden müsse und Einheits- oder Gemeinschaftsschulen der falsche Anreiz seien. Obwohl viele Eltern, gerade hier im Kreis Olpe, sich die Gemeinschaftsschule wünschen, die Anmeldezahlen in Finnentrop sprechen für sich, stößt Herr Kruse diese Eltern vor den Kopf und setzt auf ein Konzept, das schon lange nicht mehr funktioniert. Während vor allem Hauptschulen, aber auch Gymnasien sinkende Schülerzahlen melden, boomen die Gesamtschulen und müssen immer wieder Kinder abweisen. Die Politik muss darauf reagieren und eine nachhaltige Lösung finden. Daran sollte sich die CDU beteiligen. Armselige Spielchen haben hier jedenfalls keinen Platz. Für uns als LINKE stehen Kinder und Eltern im Mittelpunkt der Schulreform. Für sie wollen wir Verbesserungen im Schulsystem erreichen. Diese Chance sehen wir in der Gemeinschaftsschule als eine Schule, die mit längerem gemeinsamem Lernen, mit allen Schulabschlüssen unter einem Dach allen Kindern und Jugendlichen, auch denen mit Behinderung, offen steht. Gemeinsames Lernen in der Gemeinschaftsschule ist europa- und weltweit üblich. Die Schulen in Skandinavien zeigen, dass dies zu guten Bildungsabschlüssen führt.  

Susanne Schmitt
Kreisverband DIE LINKE.Olpe


Zeitungsartikel im Wortlaut